Immobilienverband Deutschland IVD Zert Bau Interessengemeinschaft GreenTec
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Energetisch-ökologische Altbausanierung

Energetische Altbausanierung mit kontrollierter Wohnraumbelüftung

In den vergangenen Jahren haben wir eine Vielzahl von Wohnanlagen in der Region erfolgreich saniert und auf einen wirtschaftlicheren Stand gebracht. Unser Ziel dabei ist, dass die sanierten Häuser mehr Energie erzeugen als die Bewohner selbst benötigen. Da dieses Konzept bei den vorhandenen Bestandsimmobilien nicht immer umsetzbar ist, suchen wir gemeinsam mit unserem Kunden die für ihn wirtschaftlichste Lösung.

Unsere Philosophie bei Sanierungen und Neubauten lautet daher:

„Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geliehen bekommen und haben diese so zu verwalten, dass unsere Kinder nach uns genauso leben können wie wir es getan haben.“

Beispiel 01: Frischluft trotz Vollwärmeschutz

Eine der ersten in Riegel sanierten Wohnanlagen mit kontrollierter zentraler/dezentraler Lüftungsanlage inkl. Wärmerückgewinnung. (Stand Oktober 2007)

Ausgangszustand:

Wohngebäude mit 22 Wohnungen, Baujahr 1970
Wohnflache ca. 1.654 m²
Nennleistung der Ölheizungsanlage: 170 KW

Sanierungsumfang:

  • Erneuerung des Daches mit einer Aufdachisolierung
  • Kellerdeckenisolierung
  • Entfernen der alten Balkone zur Vermeidung von Wärmebrücken
  • Austausch der alten Fenster
  • Außenfassadendämmung
  • Einbau von dezentralen Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung in den Etagenwohnungen sowie von zentralen kontrollierten Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung in den DG-Wohnungen
  • Austausch der Heizungsanlage mit einer Nennleistung von 63 KW und kombinierter Solaranlage für Warmwasseraufbereitung mit 15,06 m² Kollektorenfläche.

Gegenüber dem bestehenden Gebäudezustand kann damit der Jahresprimärenergiebedarf bis zu 80% reduziert werden (je nach Nutzerverhalten).

Frische Luft für Ihr Zuhause

Der heute vorherrschende hohe Baustandard im Neubau und bei Sanierungen, wie hier am Beispiel Mehrfamilienhaus in Riegel gezeigt, wird speziell durch eine hochgedämmte und luftdichte Außenhülle erreicht. Dieses Plus für die Heizkosten und die Umwelt ist jedoch für die Bewohner oft mit schlechter Innenraumluft und den daraus folgenden Problemen wie Unbehagen und Feuchteschäden verbunden. Eine Lüftungsanlage schafft hier einfach und effektiv Abhilfe. Um die eingesparte Energie nicht wieder zu verlieren und den Komfort zu erhöhen, werden Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung eingesetzt.

Ausführungen an Objekten, die durch uns saniert wurden am Beispiel Riegel:

  • Für die Wohnungen in den ersten drei Geschossen, wurde ein dezentrales Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung eingesetzt. Der Thermo-Lüfter sitzt direkt in der Außenwand und hat den Vorteil, dass keine Rohrleitungen in den Wohnungen aufwendig verlegt und versteckt werden müssen.
  • Das Thermo-Lüftungssystem arbeitet denkbar einfach und atmet wie der Mensch abwechselnd ein- und aus.
  • Die verbrauchte warme Raumluft wird ins Freie befördert und gibt dabei die Wärme an die Wärmespeicher ab.
  • Danach kehrt sich die Laufrichtung der Lüfter um.
  • Die kalte Außenluft wird über die Wärmespeicher geführt, dadurch erwärmt und als frische Luft dem Wohnraum zueführt.
  • Für die Dachgeschosswohnungen wurde ein zentrales Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung eingesetzt.

Bei dem System Varias steht das Lüftungsgerät im Spitzboden des Gebäudes. Von dieser zentralen Stelle wird die Luft in die einzelnen Räume über Kanäle verteilt. Aus „belasteten“ Räumen wie Küche, Bad oder WC wird die verbrauchte Luft abtransportiert und frische Luft wird in den Wohnräumen, wie Schlafzimmer, Wohnzimmer zugeführt.

Warum lüften?

Der Mensch benötigt saubere Luft zum Atmen und um Stoffwechselprodukte Abführen zu können. Je besser die Luftqualität, umso behaglicher fühlt man sich. durch die Atmung und über Ausdünstungen der Haut sammeln sich in den Wohnräumen Feuchtigkeit, CO2 und andere Stoffwechselprodukte an. Weitere Feuchtigkeit wird beim Baden, Kochen, Wäschetrocknen und durch Pflanzen frei gesetzt. Aus den Einrichtungsgegenständen entweichen gasförmige Produkte wie z.B. Lösemittel, Weichmacher oder Klebstoffe. All diese Stoffe können das Wohlbefinden und in höheren Konzentrationen auch die Gesundheit beeinträchtigen.

Früher waren Wohngebäude meist nur mit einfachverglasten Fenstern ohne Dichtungen ausgestattet. Viele dieser Gebäude hatten neben den undichten Fenstern starke Undichtigkeiten zum Dachstuhl oder zum Treppenhaus, d.h. die Raumluft wurde oft bis zu 4-mal pro Stunde komplett ausgetauscht. Saubere Luft zum Atmen war kein Problem. Doch hatten diese Häuser auch einen extrem hohen Energieverbrauch und an Behaglichkeit nach heutigen Verhältnissen war noch nicht zu denken.

Heute verfügen die Fenster über eine hochwertige Isolierverglasung und haben umlaufende Dichtungen, die Detailausbildungen der Gebäudehülle werden luftdicht ausgeführt. Ohne regelmäßigen Luftwechsel würden sich die Gase und die Feuchtigkeit in den Wohnräumen sammeln und unter ungünstigen Bedingungen zu Beeinträchtigungen des Wohlbefindens, Feuchtigkeitsausfall und damit langfristig zu Schimmelbildung führen. Um in einer Wohnung die Luftqualität dauerhaft zu erhalten, sollte alle 2 Stunden über mind. 5 Minuten bei weit geöffneten Fenstern quergelüftet werden. Wann sind sie zuletzt Nachts aufgestanden und haben ihre Wohnung gelüftet?

Referenzobjekt EMMENDINGEN

Aktuelle Sanierung Wiesenstr. 112
Beginn der Sanierung: Juni 2008
Ende der Sanierung: September 2008

Folgende Maßnahmen wurden durchgeführt:

  • Isolierung der Kellerdecke
  • Dachisolierung
  • Einbau neuer Fenster
  • Isolierung der Aussenfassade
  • Einbau einer dezentralen Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung

Beispielsanierung im Jahr 2007

Wohnanlage mit 12 Wohneinheiten wurde mit Hilfe der KFW-Zuschuss auf ca. 70 % unter den geltenden Neubaustandard saniert.

Sanierungsumfang

  • Einbau eines Brennwertkessels mit Solaranlage für Brauchwasser (Kesselleistung alt 170 KW, Kesselleistng neu 50 KW) Leistungsreduzierung des Kessels von 70%
  • Isolierung der Kellerdecke
  • Isolierung der Aussenfassade
  • Dachisolierung
  • Einbau einer dezentralen Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
  • Einbau neuer Fenster

Referenzobjekt TENINGEN

Wohnanlage mit 8 Wohneinheiten

Die Wohnanlage wurde mit Hilfe der KFW-Förderung auf ca. 50 % unter den geltenden Neubaustandards saniert.

Sanierungsumfang

  • Einbau eines Brennwertkessels
  • Isolierung der Kellerdecke
  • Isolierung der Aussenfassade
  • Thermische Trennung der Balkone
  • Dachisolierung
  • Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung

Ausführungszeitraum der Arbeiten Juli 2007 bis Januar 2008. Bilder vor und nach der Sanierung finden Sie auf www.lt-baden.de.

Referenzobjekt SIMONSWALD-GRIESBACH

Balkonsanierung

Bilder vor und nach der Sanierung finden Sie auf www.lt-baden.de

Sanierungsumfang:

  • Sanierung der Balkon an der Giebelseite (Entfernung der Balkonbrüstung und des Fließenbelags)
  • Teilerneuerung der Holzbalkongeländer (Rückseite)
  • Neuanstrich der Giebelseiten
  • Betonsanierung
  • Erneuerung der Aussengeländer
  • Neuanstrich des Schwimmbads

Referenzobjekt RIEGEL

Wohngebäude mit 22 Wohnungen

Baujahr 1970
Wohnflache ca. 1.654 m²
Nennleistung der Ölheizungsanlage: 170 KW
Ausführungszeitraum: Sommer 2007
Finanzierung: Fördermittel der KFW-Bank

Sanierungsumfang

  • Erneuerung des Daches mit einer Aufdachisolierung
  • Kellerdeckenisolierung
  • Entfernen der alten Balkone zur Vermeidung von Wärmebrücken
  • Austausch der alten Fenster (teilweise)
  • Außenfassadendämmung
  • Einbau von dezentralen Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung in den Etagenwohnungen sowie von zentral kontrollierten Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung in den DG-Wohnungen
  • Austausch der Heizungsanlage mit einer Nennleistung von 63 KW und kombinierter Solaranlage für Warmwasseraufbereitung mit 15,06 m² Kollektorenfläche.

Ergebnis der Sanierung

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) wurde um ca. 50 % auf einen Gebäude Ist-Wert von 63,1 kWh/(m²a) - Energiebedarf 52,9 kWh/(m²a) - unterschritten. EnEV-Anforderungswert für dieses Gebäude liegt bei 113,9 kWh/(m²a).

Weitere Sanierungsobjekte in der Region erhalten Sie auf Anfrage.

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